Wer ist Attac? Und um was geht es Attac?
Beginnen wir mit der letzten Frage: Um was geht es Attac?
Alle Themen und Fragestellungen von Attac haben mit DER Wirtschaft im weitesten Sinne zu tun. Vor allem geht es um die Frage: "Soll der Mensch der Wirtschaft dienen? Oder soll die Wirtschaft dem Menschen dienen?" Etwa 99 Prozent der Bevölkerung sind für das Letztere. Leider geht die Entwicklung dahin, dass der Mensch immer mehr der Wirtschaft dient. Attac ist eine von vielen zivilgesellschaftlichen Kräften, die dagegen Widerstand leistet.
Woher kommt nun der Name Attac?
Attac ist die Abkürzung für "Association pour une taxation des transactions financières pour l´aide aux c itoyens". Auf Deutsch: "Vereinigung zur Besteuerung von Finanztransaktionen im Interesse der BürgerInnen".
Attac wurde 1998 in Frankreich als Reaktion auf die Asienkrise gegründet, die Millionen Menschen in Not und Elend stürzte. Ursache der Asienkrise waren massive Spekulationen an den Finanzmärkten.
Lag der ursprüngliche Fokus von Attac in dem Eintreten für eine demokratische Kontrolle der internationalen Finanzmärkte und der Einführung der Tobin-Steuer, so haben wir uns mittlerweile der gesamten Problematik neoliberaler Globalisierung angenommen.
Das Versprechen, die Globalisierung bringe Wohlstand für alle, hat sich nicht erfüllt. Im Gegenteil: Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer, sowohl innerhalb der Gesellschaften als auch zwischen Nord und Süd.
Attac versteht sich als Bildungsbewegung mit Aktionscharakter und Expertise. Über Vorträge, Publikationen, Podiumsdikussionen und eine intensive Pressearbeit werden die komplexen Zusammenhänge der Globalisierungsthematik einer breiten Öffentlichkeit vermittelt und Alternativen zum neoliberalen Dogma aufgezeigt. Mit Aktionen soll der notwendige Druck auf Politik und Wirtschaft zur Umsetzung der Alternativen erzeugt werden. "Attac ist ein bißchen wie Greenpeace - nur eben für die Wirtschaft", schrieb mal die deutsche Wochenzeitung "Die Zeit".
Attac tritt für eine demokratische Kontrolle und Regulierung der internationalen Märkte für Kapital, Güter und Dienstleistungen ein. Wir sind davon überzeugt, dass die Wirtschaft den Menschen dienen muss und nicht umgekehrt. Politik muss sich an den Leitlinien von Gerechtigkeit, Demokratie und ökologisch verantwortbarer Entwicklung ausrichten. Nur so kann die durch die kapitalistische Wirtschaftsweise entstehende gesellschaftliche Ungleichheit ausgeglichen werden.
